Herzlich Willkommen auf unserer Homepage
Auf diesen Seiten geht es um Menschen, die durch Blut und Blutprodukte im Rahmen des sogenannten "Blutskandals" mit HIV und/oder HCV infiziert wurden, und unsere Aktivitäten.
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Unser aktueller Zwischenbericht mit genaueren Informationen zeigt deutlich, wie intensiv Großbritannien daran arbeitet, eine faire und nachhaltige Entschädigungslösung für die dortigen Betroffenen zu schaffen. Dort erhalten nicht nur noch lebende Infizierte umfassende finanzielle Unterstützung – auch die Familien, Partner und Angehörigen bereits Verstorbener werden ebenfalls umfangreich entschädigt.
Allerdings stellen fehlende medizinische Unterlagen aus der Vergangenheit oft ein zentrales Problem dar — Dokumentationen existieren oft nicht mehr. Schließlich liegen hier - wie in Deutschland - die zu den Infektionen führenden Ereignisse größtenteils über 40 Jahre zurück. Dies erschwert den Nachweis und Anspruch auf Entschädigung erheblich. Deshalb werden in UK Betroffene intensiv in den Begutachtungsprozess eingebunden.
Die geplanten Beteiligungsformate (Roundtables, Background Papers, schriftliche Beiträge) sollen sicherstellen, dass Änderungen am Entschädigungssystem auf echten Erfahrungen und Bedürfnissen basieren.
Für Betroffene bedeutet das: Die Möglichkeit, sich einzubringen — ihre Geschichten, Sorgen und Forderungen sichtbar zu machen. Und möglicherweise: ein gerechteres, inklusiveres Entschädigungssystem — auch für Personen, die bislang durchs Raster gefallen sind (z. B. wegen unklarer Nachweise oder psychischer Schäden).
Im Vergleich dazu wirkt das Vorgehen der deutschen Politik beschämend. Bereits 1994 hatte der 3. Parlamentarische Untersuchungsausschuss eine erhebliche Verantwortung staatlicher Stellen festgestellt. Trotzdem fehlt bis heute eine umfassende Entschädigungslösung, die den Geschädigten - auch den Hepatitis-Infizierten - und ihren Familien gerecht wird.
Hier zu unserer Zusammenfassung
02. Juli 25:
Die Aktualisierung der Prognos-Studie von 2014 zur Lebenssituation von Leistungsempfangenden der Stiftung wurde in den letzten Tagen vom BMG veröffentlicht.
Ihr findet die Dokumentation hier auf der Internetseite des BMG.
Die Zentralen Ergebnisse auf S. 7/8 und eine Handlungsempfehlung an die Politik ab Seite 59!
Ein Ergebnis unser konstruktiven Zusammenarbeit ist dieser gemeinsame Vorschlag zu einer 2. Nouvelle des HIVHG von DHG und VOB
1. Eine Novellierung des HIVHG mit Abkehr vom Soforthilfekonzept des HIVHG zu einer umfassenden, nachhaltigen und zukunftssicheren Absicherung der
Betroffenen sowie einer Umgestaltung der Stiftungsstruktur
2. Eine faire auch rückwirkende Entschädigungsregelung für Hepatitis-Opfer im Rahmen einer medizinischen Behandlung
3. Die rückwirkende Korrektur des Kaufkraftverlustes der Leistungen seit Beginn der Zahlungen 1995 um den
Wertverlust von fast 50% seit Inkrafttreten des HIVHG auszugleichen, auch für die HCV-Infizierten
4. Keine Unterscheidung von AIDS-krank und HIV+ mehr
5. Verbesserung der Leistungen für Angehörige und Hinterbliebene
6. Von den Leistungsempfängern gewählte HIV- und HCV-Betroffene als Vertreter im Stiftungsrat und im Stiftungsvorstand
7. Die Einrichtung eines Kompetenzzentrums im Rahmen des HIV-Hilfegesetzes
8. Die Aufhebung der Stichtagsregelung 1. Januar 1988 im HIVHG
9. Die Möglichkeit der Kontaktaufnahme des VOB e.V. mit allen Betroffenen
10. Der VOB ist Interessenvertretung und Selbsthilfe Plattform für die Opfer des Blutskandals
VOB e.V. Der Vorstand 2024
Text: Jürgen Möller-Nehring
